- Widmung der symphonischen Dichtung "Tapiola" -

Da dehnen sich des Westlands Wälder, uralt, geheimnisvoll in wilden Träumen, Waldgeister weben in dem Dunkel.

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Samstag, 18. September 2010

Und nun zu etwas vollkommen anderem...


Neben brillanten Filmen, tiefgründiger Literatur und einer vielschichtigen Comic-Kultur, bietet die japanische Postmoderne auch das ein oder andere musikalische Glanzlicht. Die Geschmäcker sind diesbezüglich natürlich äußerst variabel...


Japan-Elektro-Pop for ever!



Y.M.O. und P-Model gelten als Vorreiter des japanischen Elektro-Pops/New Wave. Was man auch immer von ihren musikalischen Qualitäten halten mag, sind sie auf ihrem Gebiet, auch über Japan hinaus, Pioniere der Popgeschichte.

Shiina Ringo



Wer Shiina Ringos rauchige jazzige Stimme nicht mag, dem ist nicht mehr zu helfen... ;-)

Toru Takemitsu

Toru Takemitsu gehörte zu den ganz Großen der japanischen Avantgarde-Musik. Neben seiner Tätigkeit als Filmkomponist, gilt er als vielleicht bedeutendster Vertreter der japanischen musikalischen Postmoderne des 20. Jahrhundert. Cineasten dürfte vor allem sein nervenaufreibender Sondtrack zu Teshigaharas DIE FRAU IN DEN DÜNEN und die düstere Untermahlung zu Kurosawas RAN in Erinnerung bleiben.

Joe Hisaishi



Joe Hiashi ist wohl der wichtigste japanische Filmkomponist seiner Generation. Neben seinem viel beachteten Zusammenwirken mit Studio GHIBLI, arbeitete er auch erfolgreich mit Regisseuren wie Takeshi Kitano. Sein unverwechselbarer musikalischer Stil ist äußerst eingängig, weshalb seine Werke ihre Wirkung gleichermaßen im Konzert- und Kinosaal entfalten.

Ryuichi Sakamoto



Nach der Auflösung des Y.M.O. versuchte sich Sakamoto erfolgreich als Solokünstler. 1983 schuf er mit dem eingängigen Elektro-Soundtrack zu MERRY CHRISTMAS, MR. LAWRENCE seine erste Filmmusik, der weitere Folgen sollten. Der Höhepunkt dieser Arbeit war unzweifelhaft sein Beitrag zum Soundtrack von DER LETZTE KAISER.
 
Susumu Hirasawa




Hirasawa galt als kreativer Kopf der Progressive-Rock/Elektro-Popband P-MODEL. Nach deren Auflösung arbeitet er erfolgreich als Solokünstler und versucht sich auch als Komponist von Filmsoundtracks. Die manische Vitalität seiner Musik prägt vor allem die Animemeisterwerke SATOSHI KONS.


Yumi Matsutōya



Yumi Matsutōya ist eine bekannte Sängerin und Songschreiberin, die seit beginn der siebziger Jahre zahlreiche Hits in den japanischen Charts landen konnte. Mit ca. 42 Millionen verkauften Tonträgern gehört sie bis heute zu den kommerziell erfolgreichsten Künstlerinnen der japanischen Popgeschichte. Ghibli-Fans ist sie durch den schmissigen im Big-Band/Rock'n-Roll-Stil der Fünfziger gehaltenen Song MESSAGE OF ROUGE bekannt, der als Titellied von KIKIS KLEINER LIEFERSERVICE für Feel-Good-Atmosphäre sorgte. Vor ihrer Heirat 1976 trat sie unter dem Namen Yumi Arai auf.

Kommentare:

  1. Da nutze ich mal die Gelegenheit, um die Aufmerksamkeit des geschätzten Publikums auf die Frühwerke der Tokyo Kid Brothers zu lenken, insbesondere auf ihren Soundtrack zu Shuji Terayamas wüstem Geniestreich "Werft die Bücher weg und geht auf die Straße". Wie soll man die Musik beschreiben? Vielleicht "progressiver Art-Rock mit Einschüben von gewolltem Kitsch".

    Wie Terayama und sein Haus- und Hofkomponist J.A. Seazer mit den Tokyo Kid Brothers zusammenhingen, weiß ich nicht genau. Informationen über die Truppe auf Englisch sind spärlich und möglicherweise nicht immer korrekt. Einiges über die Jungs (ob Mädels auch dabei waren, ist mir nicht bekannt) in diesen Blog-Postings:

    http://citiesonflamewithrockandroll.blogspot.com/2006/06/tokyo-kid-brothers-throw-away-books.html
    http://mutant-sounds.blogspot.com/2007/02/tokyo-kid-brothers-throw-away-books.html
    http://mutant-sounds.blogspot.com/2007/02/tokyo-kid-brothers-golden.html

    Die CD scheint leider unauftreibbar zu sein. Nun ja, wer nach (möglicherweise nicht legalen) Download-Links sucht, wird auch welche finden. Ich würde mir trotzdem eine ordentliche (Wieder-)Veröffentlichung dieser geilen Musik wünschen. Aber am besten wirkt sie sowieso im genialischen "Werft die Bücher weg" von Terayama, und den hab ich auf DVD-R (eine derzeit verfügbare Quelle dafür ist mir nicht bekannt).

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  2. Meintest du diesen Film? Wenn ja, cooler Sound! Hat fast was vom Krautrock der frühen Siebziger ... Ich kann aber nicht behaupten ein Experte dieser musikalischen Richtung zu sein.

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  3. Und danke noch mal für diesen ungewöhnlichen Musiktipp! ;-)

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  4. Genau, das ist der Film. Einen Trailer und weitere Ausschnitte gibt es bei Youtube auch.

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